IPA-Sozialfonds leistet großen Anteil an wiedergewonnener Mobilität: Charity
   


Großer Dank gebührt den vielen IPA-Mitglieder, die zugunsten des IPA-Sozialfonds auf Teile ihrer Überschussanteile aus der Gruppensterbegeldversicherung verzichten. So können wir unseren IPA-Freund Karl M. dabei unterstützen, für seine Tochter Katharina ein behindertengerechtes Fahrzeug zu erwerben. Katharina war bis zu ihrem achten Lebensjahr ein ganz normales, fröhliches Mädchen. 1998 erhielt sie die ernüchternde Diagnose: Muskeldystrophie vom Gürteltyp. Die Krankheit schreitet stetig voran und lässt sich nicht aufhalten.

Obwohl Katharina zwischenzeitlich vollständig auf den Rollstuhl angewiesen ist, meistert sie ihr Leben mit einer beeindruckenden Energie und Lebensfreude. Sie machte das Abitur und studiert bereits im 4. Semester Psychologie. Dinge, die für uns gesunde Menschen normal sind und denen wir auf Grund ihrer Banalität kaum Beachtung schenken, stellen für Sie zum Teil unüberwindliche Hürden dar. So würde Katharina trotz ihres Handicaps nach Möglichkeit mit der Bahn fahren, wäre der Bahnhof bei ihr zuhause barrierefrei. Sie ist auf einen Fahrdienst angewiesen, dessen straffe Vorgaben, der Lebenswirklichkeit widersprechen. Kurzfristig verschobene Vorlesungen werden durch den Fahrdienst ebenso wenig abgedeckt wie das Treffen mit Lerngruppen, Bibliotheksbesuche und Arbeitsgruppen und Klausurvorbereitungen außerhalb des Vorlesungsplans.

Karl M. und seine Familie ermöglichten trotz der damit verbundenen Schwierigkeiten, dass Katharina ihren Führerschein machen konnte. Ein auf ihr Handicap ausgelegtes Fahrzeug kostet inklusive Umbau ca. 90.000 €.

Als wir von dem Schicksal erfuhren, reagierten wir sofort. Bei der letzten Mitgliederversammlung wurden 500 € Soforthilfe beschlossen, außerdem wurde von uns ein Antrag über Zuwendungen aus dem IPA-Sozialfonds gestellt.

Rolf Schubert, vom Geschäftsführenden Bundesvorstand der IPA Deutsche Sektion e.V., war mit dem Leiter der IPA Landesgruppe Baden-Württemberg, Dieter Barth, angereist, um bei der Übergabe der Zuwendung und der dazugehörenden Urkunde dabei zu sein. Auf Grund der Besonderheit des geschilderten Falles wurde eine Zuwendung bewilligt, wie dies in der Höhe der Zuwendung in der ca. 40jährigen Geschichte des IPA-Sozialfonds bislang nur drei Mal erfolgt ist. Kurzum, der IPA-Sozialfonds unterstützt den Kauf des Fahrzeugs mit unglaublichen 10.000 €. Außer den Überbringern waren alle Anwesenden bei der Verkündung der Botschaft kurzfristig sprachlos. Eine Unterstützung war erhofft, in dieser Höhe jedoch nicht erwartet worden. Sie ist ein riesiger Schritt in Richtung Unabhängigkeit für Katharina.






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