Verbindungsstellenausflug 2009:

Wie es der im vergangenen Jahr gewählte neue Vorstand der hiesigen Verbindungsstelle bereits angekündigt hatte, organisierte er für Sonntag, den 24. Mai 09 einen interessanten Ausflug in die südliche Pfalz. Der Einladung zu dieser Fahrt folgten gut 50 IPA-Mitglieder mit ihren Familien aus der näheren und weiteren Umgebung von Karlsruhe zum Parkplatz der LPD Karlsruhe an der Durlacher Allee.
Der Bus mit seinem Fahrer, Martin Schroth, stand schon bereit, ebenso auch die Organisatoren, Verbindungsstellenleiter, Peter Herwig und zweiter Sekretär Markus Dohr.

Aber vor dem Start galt es, sich erst mal mit gespendeten Laugenbrezeln, Sekt, gemischt mit Orangensaft, zu stärken. Man schaute in die Runde, wer alles dabei ist und siehe da, welche Freude, Rolf Hageman mit seiner Frau war auch gekommen.

Gegen 09:30 Uhr hieß es dann "einsteigen" und los ging's. Martin Schroth chauffierte uns über die Südtangente zur Bundesstraße 10, dann über den Rhein in die Südpfalz nach Erlenbach und hier zur knapp tausend Jahre alten Burg Berwartstein, einem in den geologisch gewachsenen Sandstein geschlagenen ehrwürdigen Gemäuer inmitten des geschichtsträchtigen und sagenumwobenen Wasgaues im Herzen des Südpfälzischen Felsenlandes.


Hier lebte im Mittelalter (1485 - 1545) Ritter Hans von Drodt (auch Hans Trapp genannt), der vom Heidelberger Kurfürsten Friedrich I. als Burgherr eingesetzt wurde, um seinen Besitz auf Kosten der Abteil Weißenburg gewaltsam zu mehren. Und er tat es dann auch. Ihm mag es ja eine große Lust gewesen sein, sich dem Auftrag seines Herrn mit ganz besonderem Eifer zu widmen. Hatte er doch erst jetzt die Möglichkeit, persönliche Rache am damaligen Abt von Weißenburg zu nehmen, weil dieser Abt, Heinrich von Homburg, über den Bruder des Ritters, den Bischof Thilo einige Jahre zuvor eine hohe Kirchenstrafe verhängt hatte, die das Geschlecht von Drodt nicht vergessen konnte und wollte. Mit seinen Raub- und Eroberungszügen brachte der erfahrene Kriegsmann die Burg Berwartstein in eine für die damalige Zeit gültige Hochform der Verteidigungstechnik.
Burgführer Günther Pfami verstand es dann auch, den IPA-Besuchern auf seine humorvolle Weise Eindrücke über die wechselvolle Geschichte der Burg zu vermitteln. Es war interessant zu sehen und zu hören, wie die Menschen im frühen Mittelalter in der heutigen Südpfalz gelebt und mit ihrem Raubrittertum ihre Besitzverhältnisse vermehrt haben. Verschiedene museale Räume, wie die Kasematten unter der Burg, die Folterkammer, die Burgkapelle, ja auch die im Freien aufgebaute Steinschleuder mit dem Rammbock zum gewaltsamen Aufbrechen der stabilen Eingangstore vermittelten Eindrücke über damalige Lebens- und Wohnverhältnisse der Menschen in der damaligen Zeit. Schwer genug hatten sie es ja aus heutiger Sicht allemal.



Nach dem Stärken mit pfälzischen Speisen im Burgrestaurant brachte uns Martin Schroth mit seinem nagelneuen Omnibus zum Wild- und Wanderpark einige Kilometer von der Burg Berwartstein entfernt, in dem wilde Tiere fast handzahm erlebt wurden. Schade, bei dem warmen Wetter haben sich die Wölfe oben auf dem Berg in ihre kühlen Behausungen zurückgezogen. Dafür konnte man seltene Bilder sehen, wie beispielsweise Kinder fast handzahme Rehe fütterten. Sie kannten diese grünen Plastiktütchen in den Händen offenbar recht genau. Denn sobald diese in den Kinderhänden auftauchten, kamen sie auf uns zu und ließen sich füttern. Nach Kaffee, Kuchen und weiteren erfrischenden Getränken und Austausch von Erinnerungen an frühere Ausbildungs- und Dienstzeiten in der Polizei setzte sich der Bus mit Martin Schroth am Steuer kurz nach 17:00 Uhr in Richtung Landau-Mörlheim zur dortigen Gaststätte "Zum Bahnhof" in Bewegung.

Dieser herrliche Sonntag mit dem Kaiserwetter klang hier in gemütlicher Runde nach einem köstlichen Abendessen aus. Gegessen wurde allá card. Kritik über das Essen war weder auf der Burg, noch im Wildpark noch hier im Lokal "zum Bahnhof" zu hören. Im Gegenteil, die Begeisterung über die Pfälzer Küche war an allen Tischen unüberhörbar.

Zu guter Letzt wurde in einigen gespielten Quizspielen das Allgemeinwissen nicht nur der Erwachsenen, sondern auch mitgereisten Kinder mit von Peter Herwig zusammen gestellten Fragengruppen nach dem Muster verschiedener TV-Sendungen getestet. Oh jeh, glaube niemand, er wüsste alles, was es so gibt. So manche Bildungslücke wurde bei der (versuchten) Beantwortung der Fragen deutlich. Aber immerhin, Schreibblöcke mit Kugelschreibern und sonstige Preise (für die Kleinen) wurden stolz entgegen genommen.

Dieser Ausflug war fraglos eine schöne Krönung des Sommerprogramms unserer IPA-Verbindungsstelle, der mit Sicherheit weitere derartige Veranstaltungen mit ähnlichen Inhalten folgen werden. Und dass unterwegs niemand verloren ging, lag einzig daran, dass vor jedem Start jeder nach einem Tipp von Markus Dohr, einmal Richtung Fenster und danach Richtung Businneres geschaut und sich jeweils das gesehene Bild gemerkt wurde. Änderten sich die Bilder vor den jeweiligen Abfahrten nicht, waren alle Teilnehmer/Innen an diesem gut organisierten und unvergesslichen Verbindungsstellenausflug wieder im Bus und niemand ging verloren, sonst hätten sich ja die Bilder verändert. . .

Euer Peter Hafke
     
     
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